Deutsche Banken erweitern Krypto-Serviceangebote nach neuem Recht

Die 5. EU-Geldwäscherichtlinie ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten und baut auf die 4. EU-Geldwäscherichtlinie auf. Unter anderem nimmt sie nun auch Anbieter von Kryptowährungen in die Pflicht. Das Gesetz bezieht EU-weit Verkauf und Verwaltung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen mit ein.

Die Erweiterung erlaubt Banken, Bitcoin oder Ethereum wie Wert- oder Pfandbriefe zu behandeln. So können dem Kunden alle damit verbundenen Finanztechnologien angeboten werden. Bis jetzt hat nahezu kein einziges deutsches Geldinstitut virtuelle Währungen im Programm – doch das wird sich nun im Zuge des neuen Gesetzes ändern.

Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin sind bereits 40 Anfragen von Banken für die Genehmigung von Krypto-Custody-Lizenzen eingegangen.

Eines der ersten Geldinstitute, das Dienstleistungen im Bereich der Kryptowährungen anbietet, ist die Solarisbank aus Berlin. Sie hat im Dezember vergangenen Jahres die Tochter Solaris Digital Assets gegründet, um sich dem digitalen Anlagenmarkt anzunehmen. Solarisbank ist im Besitz einer vollen Banklizenz und hat ihre Dienste bereits in der Vergangenheit zahlreichen deutschen FinTech-Startups angeboten.

“Digitale Vermögenswerte werden den Finanzmarkt grundlegend ändern” sagt Michael Offermann, geschäftsführender Direktor für Kryptobanking bei Solarisbank. “Sobald Kauf und Verwahrung von Bitcoin einfacher werden, erwarten wir einen starken Zuwachs.”

Der Blockchain-Wert der Industrie knackt Schätzungen zufolge 2023 die 23 Milliarden-Dollar-Marke. Blockchainbasierte Dienste werden also allgegenwärtig sein. Doch das Wachstum der Industrie bringt auch Gefahren mit sich. (-mehr)

Die inhärenten Sicherheitsvorkehrungen von Blockchains können Angriffe auf DLT-Transaktionen abwehren, machen sie jedoch nicht immun. Tatsächlich hat die Distributed-Ledger-Technologie mit Gefahren zu kämpfen, die zentralen Datenbanken fremd sind. Die Liste der Anbieter von Blockchain-Technik, die Opfer von Hackerangriffen geworden sind, wird immer länger.

Während manche Experten die Öffentlichkeit immer wieder daran erinnern, dass DLT gegenwärtigen Datensicherheitslösungen weit voraus ist, glauben andere wiederum, Firmen sollten extra Maßnahmen zur ausreichenden Sicherung ihrer digitalen Vermögenswerte ergreifen. Mit wachsenden Nutzerzahlen von Blockchain- und DLT-basierten Technologien im Regierungs- und Wirtschaftssektor wächst das Bedürfnis, die mit ihrer Nutzung verbundenen Risiken zu diskutieren.

Die zahlreichen Cyberbedrohungen von heute machen Banken zu beliebten Zielen von Cyberattacken wie Credential Stuffing , Phishing und Ransomware. Die gute Nachricht dabei ist, dass bereits bewährte Schritte unternommen werden können, um digitale Vermögenswerte zu sichern.

1. Cloud Security auswerten

Banken können den momentanen Sicherheitszustand der Cloud mit Sicherheitsmaßstäben, best practices und Regelkonformität vergleichen.

2. Cloud Security überwachen

Banken können mithilfe eines Risiko-Management-Tools die Gefahrenerkennung automatisieren – so werden potentielle Gefahren angegangen, bevor sie zum Problem werden.

3. Strenge Richtlinien für das Zugangsmanagement

Banken können sich vor internen Gefahren schützen, indem sie nur denjenigen Mitarbeitern Zugangsrechte garantieren, die sie wirklich brauchen. 

4. Disaster-Recovery-Lösungen

Mit dem richtigen Plan in der Hinterhand können Banken Datenverlust verhindern und die Ausfallzeit nach einer Störung minimieren. Das kann natürlich nur funktionieren, wenn regelmäßige und zahlreiche Backups durchgeführt werden.

5. Daten kryptographisch verschlüsseln

Kryptographische Verschlüsselungen und Sicherung der kryptographischen Schlüssel mit HSM sorgen dafür, dass sensible digitale Vermögenswerte immer geschützt sind – selbst im Falle einer Gefährdung der IT-Struktur einer Bank.

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